2.) Ergebnisse Temperaturverläufe
Abbildung
1: Aussentemperaturverlauf
Testzeit 1st Test: 10.11.2007 15:47
Uhr
Testzeit 2nd Test: 10.11.2007 16:54 Uhr
Testdatenstand: v2b
In der folgenden Abbildung ist der
Ansauglufttemperaturverlauf mit jeweils zwei unterschiedlichen Abstimmungen
zu sehen. Es ist sehr deutlich zu erkennen das die Temperaturen
bei beiden Abstimmungen nahezu identisch sind. Prinzipiell lässt
sich bei der Einstellung #2 eine geringfügig höhere IAT
erkennen die entweder durch die etwas schlechtere Kompressoreffizienz
in diesem Betriebspunkt oder durch eine schlechter werdende Ladeluftkühlereffizienz
zu erklären ist. Welcher dieser beiden möglichen Gründe
für die Erhöhung verantwortlich ist sollte in einem weiteren
Test mit dem von uns dafür entwickelten Messequipment herausgefunden
werden. Da die Abweichung der beiden Temperaturen im Mittel
aber nur max. 0,84°C beträgt, ergibt sich daraus eins Luftmassendifferenz
von max. -0,25% was zu keinem messbaren Leistungsverlust führt.
Ein Dreher auf der Strecke in
der zweiten Messung bei Sample ~3000 trägt ebenso dazu bei
die IAT kurzzeitig aufgrund des fehlenden Fahrtwindes zu erhöhen.
Diese Tatsache ist in den obigen Betrachtungen noch nicht mit eingerechnet
und verschlechtert somit das Ergebnis des zweiten Tests ein wenig.
Obige Betrachtung ist also als Worst-Case Szenario zu betrachten
und würde bei identischen Ausgangsbedingungen sicher noch positiver
ausfallen.

Als zweite Einflussgröße
wurde die Kühlmitteltemperatur (TCO) betrachtet. Auch hier
ist aufgrund des modifizierten MKR Kühlsystems kein nennenswerter
Anstieg der Kühlmitteltemperatur zu erkennen. In Messung 2
ist lediglich aufgrund des Drehers ein kurzzeitiger Anstieg um 4-5°C
zu verzeichnen. Ansonsten sind die Temperaturen der beiden
Testläufe absolut deckungsgleich, was für eine sehr hohe
Effizienz des Kühlsystems spricht. Dies lässt
vermuten, dass hier auch bei höheren Temperaturen keinerlei
Überhitzungsprobleme drohen. Der Einfluss der unterschiedlichen
Abstimmung ist ebenfalls nicht sichtbar, was noch ein hohes Potential
zur Leistungssteigerung verspricht.

(Die Kühlwassertemperatur wurde unmittelbar
im Zylinderkopf gemessen)
Als letzte Einflussgröße
wurde die Abgastemperatur des 3. Zylinders gemessen. Die Messung
erfolgt ca. 7-10cm hinter dem Krümmerflansch. Auch bei dieser
Messung sind keine Auffälligkeiten zu erkennen. Beide
Abstimmungen weisen identische Abgastemperaturen auf und die Abgastemperaturen
sind in allen Tests im Mittel über die Zeit sehr konstant.
Es ist also auch bei längerem Volllasteinsatz keine Gefahr
für den Motor zu erkennen.

Fazit
Die Testergebnisse haben alle unsere Erwartungen übertroffen.
Auch wenn die Außentemperaturen Saisonbedingt bereits sehr
niedrig waren, erkennt man trotzdem sehr deutlich, dass es auch
bei längeren Läufen zu keinem Nennenswerten Anstieg der
Motortemperaturen gekommen ist. Diese Tatsache
gewährleistet, dass auch unter extremen Bedingungen keine Gefahr
für die Motorkomponenten wie z.B. Krümmer, Turbolader,
Auslassventile, Kolbenschäden durch Klopfen, etc. durch zu
hohe Betriebstemperaturen besteht.
Bei Gelegenheit sollte dieser Test
nochmals unter sommerlichen Umgebungstemperaturen durchgeführt
werden um die Ergebnisse zu bestätigen. Aufgrund der überragenden
bisherigen Ergebnisse erwarten wir dort aber kein wesentlich schlechteres
Ergebnis. |